Die Geschichte der Schneemühle

 

Standort des Jugendhaus Schneemühle

 

In einem kleinen Ort namens Eglasmühle, zwischen Berching und Plankstetten, direkt an der B299, steht das Jugendhaus Schneemühle. ­— Eine alte Mühle mit vier Tümpeln, einem großem Garten und der Scheune nebenan. Hier haben viele der ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen ein zweites Zuhause gefunden und werden es noch finden, weil jeder willkommen ist.

 

1906: Die Benediktinerabtei Plankstetten erwirbt das Grundstück, auf dem das Jugendhaus Schneemühle steht.

Die ehemalige Mühle wird zur Geflügelhaltung, als Wäscherei und Schusterei genutzt.

 

Anfang der 70er Jahre: Das Haus wird nicht mehr gebraucht und dient nur noch als Lagerstätte und Rumpelkammer.

 

 

 

1980: Die beiden Geistlichen Karl Graml und Georg Glötzner erwecken das Haus mit einer neuen Idee wieder zum Leben. — Sie wollen eine Begegnungsstätte für Jugendliche schaffen, wo sie gemeinsam Leben und Arbeiten und sich mit Gleichaltrigen über Fragen und Probleme des Glaubens und Lebens austauschen können.  

 

     

 

1980 - 1984: Die Jugendlichen schlafen in Zelten, weil das Haus unbewohnbar ist. – Sie müssen erst den ganzen Müll aus dem Haus entfernen, der sich mit den Jahren angesammelt hat. Außerdem muss das Haus von Grund auf saniert und modernisiert werden. Um diese Arbeiten zu koordinieren, wird 1982 Pater Willibald Schaller erster offizieller Leiter des Jugendhauses Schneemühle. Sie bildeten das Leitungsteam zusammen mit Pater Willibald.

 

 

Ab 1984: Die alte Mühle ist wieder soweit hergerichtet, dass die ersten Zimmer bewohnbar sind, unter ihnen auch die „Alte Küche“, die der erste Raum ist, der fertig ist. Für ihren Namen ist ihre Vergangenheit verantwortlich: Hier war früher mal die Küche und während der weiteren Umbauarbeiten wurde in ihr auch gekocht.

Durch die neu geschaffenen Räume ist es möglich auch thematische Inhalte und neue Veranstaltungen anzubieten. 

 

          

 

1987: Ein Generationswechsel vollzieht sich, die Arbeit am Haus muss neu strukturiert werden.

— Ein Mitarbeiterkreis (MAK) wird gegründet, der aus den ehrenamtlichen Jugendlichen und dem Leiter des Jugendhauses, Pater Willibald Schaller, besteht. Um Veranstaltungen und Arbeiten besser planen zu können, wird von da an an drei Wochenenden im Jahr ein Mitarbeitertreffen (MAT) abgehalten.

 

               

 

1992: Nach 10 Jahren als Leiter des Jugendhauses Schneemühle hört Pater Willibald 1992 auf. Sein Nachfolger wird Frater Phillip.

Im Sommer des gleichen Jahres wird der Dachboden ausgebaut und anschließend feierlich vom Abt Gregor Maria, welcher in seiner Jugend auch fleißig am Haus mitgearbeitet hat, eingeweiht.

 

1993: Die „Bausteine für das Leben im Jugendhaus Schneemühle“ werden fertiggestellt. Diese halten die Grundgedanken, das Motto und das Ziel der Arbeit im Jugendhaus fest. 

 

1994: Der MAK und der Leiter des Jugendhauses bekommt weitere Unterstützung durch die Jugendreferentin Martha Gottschalk. Sie ist für die Dekanate Berching und Velburg zuständig und erklärt sich bereit die Arbeit am Haus zu unterstützen. Seit 2006 ist ihr Büro in der frisch sanierten Scheune direkt neben dem Jugendhaus untergebracht.

 

1997: Gründung des „Schneemühle e.V.“ , der die Arbeit der Jugendlichen finanziell und ideell unterstützt.

Dessen Jahreshauptversammlung findet traditionell am Termin des Mühlenfestes statt.

 

1998 - 2012: Pater Beda Sonnenberg ist der geistliche Begleiter des Jugendhaus Schneemühle

 

Seit 2004:  Die „Bausteine für das Leben im Jugendhaus Schneemühle“ werden überarbeitet und erneuert, um die Schwerpunkte heute wie früher zu treffen.

 

Seit 2012: Pater Pius Wichert ist nach der Übertragung seines Amtes von Pater Beda Sonnenberg geistlicher Begleiter des Jugendhaus Schneemühle.

 

September 2015: Steffen Bremmert übernimmt das Amt des Jugendreferenten der Jugendstelle Schneemühle, von seiner Vorgängerin Martha Gottschalk. Ein kleiner Teil seiner Aufgabe ist das Unterstützen des Mitarbeiterkreises.

 

 

»Ein Haus, das nie fertig wird«


, schreibt die Kirchenzeitung Eichstätt, womit sie den Nagel auf den Kopf trifft.

Die Arbeiten am und im Haus nehmen kein Ende und es kommen immer wieder neue hinzu. Jede Generation stellt sich den Herausforderungen dieses alten Hauses und schreibt ein bisschen mit an der Geschichte der Mühle.

Es wird renoviert, gestrichen, umgeräumt, zurückgeräumt, diskutiert, gestritten, versöhnt und es entsteht immer wieder eine Gemeinschaft.

 

 

»Was eigentlich daraus wird, steht in den Sternen, da es von den Leuten und ihrem Einsatz selbst, vom Kloster Plankstetten, vom Arbeitsaufwand und vom lieben Geld abhängt. Aber wir sind der Meinung, dass daraus etwas Besonderes werden könnte, deshalb sind wir auch hierhergekommen.«

Dieser Auszug aus einem Tagebuch von 1980 trifft immer noch zu und zumindest in einem Punkt hat er sich schon erfüllt: Das Jugendhaus Schneemühle ist etwas Besonderes.