23.09.2013

Artikel aus dem "Mühlrad" zur Mitgliederversammlung 2012


Mühlenfest, die jährliche Sitzung des Vereins „Schneemühle e.V.“ findet in der Scheune statt. Menschen wuseln durch Haus und Garten. Altbekannte und neue Gesichter. Es wird gelacht, begrüßt, umarmt, erzählt. Susi, Tanja und Enzo sind schon da. Stefan, Christoph und Herr Koller treffen ein. Pater Pius als neuer geistlicher Begleiter sitzt am Tisch. Tina hat ihren letzten und Paul seinen ersten Arbeitstag als FSJ-ler. Die Sitzung beginnt mit dem Bericht der Mühlensprecher Flo und Sonja.

Es wird klar, die Mühle lebt! Der Mitarbeiterkreis zählt an die zwanzig Mitglieder. Wieder einmal vollzieht sich ein Generationenwechsel. Die Zusammenarbeit mit Pater Pius gedeiht und ist für den Kontakt mit dem Kloster ein Segen. Veränderte Zuständigkeiten des in der Scheune ansässigen Jugendsekretariats werden zu noch unklaren Konsequenzen für die pädagogische Unterstützung durch die Jugendpflegerin Martha Gottschalk führen.

Seit nunmehr 32 Jahren steht das Jugendhaus Schneemühle als Lebensraum für eine Jugendarbeit zur Verfügung, bei der Kinder, Jugendliche und junge Menschen im Mittelpunkt stehen. Sie sind es, die das Leben am Haus gestalten, indem sie gemeinsam Entscheidungen treffen und für die Organisation und Durchführung verschiedenster Veranstaltungen Verantwortung übernehmen. Von zentraler Bedeutung ist dabei, gemäß den Leitlinien „einfach – gemeinsam – christlich“, die gemeinsame Suche nach Lebensformen, die jeden Einzelnen in seinem Menschsein stärken und die als bereichernd für das eigene Leben erfahren werden.

In diesem Sinne unterstützt der Verein „Schneemühle e.V.“ das Leben am Jugendhaus Schneemühle. Das Selbstverständnis der Vereinsmitglieder liegt maßgeblich darin, als „Fürsprecher und Unterstützer der Jugendlichen und ihrem Leben und Arbeiten im Haus“ zu wirken (Protokoll zur 15. außerordentlichen Mitgliederversammlung). Dieser Gedanke liegt auch Simon Schöll und Josef Zucker am Herzen, die den Vereinsvorsitz neu übernommen haben. Beide waren selbst Mitarbeiter und blieben auch nach ihrer aktiven Zeit mit den Mühlis in Verbindung. Ein großer Dank gilt ihren Vorgängern Stephanie Staudner und Benedikt Fuchs für ihren Einsatz im Interesse der Jugendlichen.

Das Engagement des Vereins ist vielfältig. Finanziert werden eine regelmäßige Pauschale, die vom Mitarbeiterkreis eigenverantwortlich verwaltet wird, sowie ein jährliches FSJ-Projekt. Eine Reise nach Taizé, bei der die Mühlis an die spirituellen Wurzeln der Jugendarbeit anknüpfen wollen, erhält einen Zuschuss. Darüber hinaus nahmen sich Benedikt und Simon die Zeit, an Mitarbeitertreffen teilzunehmen. Bei der Gestaltung der traditionellen Jugendvesper im August wirkten Vereinsmitglieder mit. Um den Austausch mit Mühlenverbundenen zu pflegen, werden Adressen aktualisiert und Kontakte zu ehemaligen Mühlis neu belebt. Mit Wissen und Tatkraft wird die Neugestaltung der Homepage unterstützt. Und nicht zuletzt – eine AG kümmert sich um das brennende Problem der Brandschutzauflagen, die dringend erfüllt werden müssen, um einer Schließung der Mühle zuvorzukommen.

So schwungvoll kann sich das Rad nur weiterdrehen, weil sich viele Menschen aus verschiedenen (Mühlen-)Generationen mit dem Jugendhaus verbunden zeigen. Als Fürsprecher und Unterstützer bist auch du herzlich willkommen und eingeladen mitzuwirken.

Wir sehen uns dann, bei der nächsten Sitzung an der Schneemühle!

 

Simon Schöll und Monika Lindner